• Lisa Schumi

Bauchtasche mit Stickerei

Hier sind meine persönlichen Trends vereint: Japan-Stickerei trifft auf Bauchtasche


Seit Ewigkeiten schleppe ich meine Bauchtaschen durch die Gegend. Die erste habe ich mir zum Arbeiten gekauft: damals habe ich aushilfsweise bei Veranstaltungen hinter der Bar gearbeitet und ich wollte eine Tasche, die ich immer bei mir habe, die aber sehr unauffällig ist. Jetzt denkst du dir – WHAT? Eine Bauchtasche ist alles andere als unauffällig – Stimmt! Ich trage sie eigentlich cross-body und darüber z.B. eine Jeansjacke.


Immer wieder stoßt sie auf Ablehnung, weil sie eins der großen Stil-Verbrechen der early 2000er war. Aber ich geb‘ da nichts drauf – Bauchtaschen sind einfach das Praktischste, was du dir vorstellen kannst. Du hast deine Kleinigkeiten immer griffbereit und musst dir nicht allzu große Sorgen machen beklaut zu werden. Vor allem im Sommer – ich denke nicht, dass Diebe da scharf drauf sind, Wertsachen aus meinen Achseln hervorzufischen.


Als ich unlängst mit meiner Schwesti durch die Straßen Paris‘ geschlendert bin, war ein Bauchtaschen-Exemplar natürlich auch wieder mit. Allerdings ist mir da zum ersten Mal aufgefallen, dass mir die gängigen Modelle, die du im Laden kaufen kannst, zu klein sind. Da bekommst du weder Brieftasche noch Kamera rein. Auf meine Geldtasche kann ich generell noch verzichten (ich schmeiß die Karten und den Ausweis einfach so rein), aber eine Kamera sollte bei einem Mädelswochenende in einer so schönen Stadt schon dabei sein! Deswegen habe ich ein Schnittmuster gezeichnet und mir eine Bauchtasche genäht. Das klingt so einfach! Aber in Wirklichkeit hat es 3 Prototypen gedauert, bis die richtige Form und Größe dabei rauskam. Bei der Tasche kommt also alles von mir: das gezeichnete Design, das konstruierte Schnittmuster, das Probe- und finale Nähen, sowie die Stickerei ist alles aus meinem Kopf und mit meinen Händen gefertigt.


Weil mir die Gurttasche uni-farben zu langweilig war, habe ich mich noch für eine japanische Oldschool-Stickerei entschieden: ein Tiger umrandet von Blumen. Das Land des Lächelns inspiriert mich immer wieder: egal ob es Farben, Formen, Schnitte oder Drucke sind! In Japan symbolisiert der Tiger übrigens das Gegenüber des Drachens. Sie stehen zueinander wie Yin & Yang. Ein schöner Gedanke, oder? Ich werde bestimmt bald noch Gelegenheit haben auf ein selbst genähtes Schmuckstück einen Drachen zu sticken.



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