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Mock Shirt: mein Everyday-Klassiker

Mock Shirt

Was ist ein Mock Shirt und wann zieht man es an? Fragen, die ich heute mal beantworten möchte.

„Trägt man das drunter oder drüber“, „Ist das ein Babylätzchen?“, „Machst du das aus einer alten Bluse?“ – 3 von vielen Fragen, die ich wirklich sehr oft höre. Ein Mock Shirt ist eigentlich ganz einfach erklärt: es ist eine Teilbluse für drunter. Eine Blusen-Attrappe, wenn man es so möchte.

Ich habe lange gebraucht, um den Schnitt für das perfekte Mock Shirt zu zeichnen. Es ist ein One-Size-Produkt, das heißt, es gibt nur eine Größe, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit jeder Halsweite passt und bei jedem Busen schön aufliegt. Für mich muss die Mini-Bluse nämlich einige Kriterien erfüllen, um perfekt zu sitzen. Ich möchte den Abdruck nicht sehen, es soll ja schließlich so aussehen, als würdest du wirklich eine Bluse tragen. Ich möchte es in den Ausschnitt eines Unterhemd reinstricken können, ohne dass dann auf der Rückseite eine unschöne Falte entsteht, usw. Also, was auf den ersten Anschein als einfaches Schnittmuster erscheint, greift dann in Wirklichkeit doch etwas tiefer und ist kein Upcycling-Produkt.

Wie kam es zu der Idee, dass ich mir Mock Shirts nähe? Meine Arme sind mittlerweile recht großzügig bunt tätowiert. Ich finde das nach wie vor super schön und habe es noch nie bereut so viele und große Tattoos zu tragen. Es gibt aber zwei Dinge, die ich daran hasse: wenn Leute ohne Fragen drauftatschen (Hey, das ist wie ein Babybauch, da kann man nicht einfach hinfassen) und auch, wenn ich mich darüber erklären muss: Warum, wieso, weshalb, was bedeuten die. Das geht nur mich was an. Ich habe da eine ganz eigene Theorie dazu, warum Menschen überhaupt Tattoos tragen – vielleicht schreib ich hier mal an anderer Stelle darüber. Aber generell rede ich eben nicht gerne darüber. Deswegen (und weil ich eine Frostbeule bin) trage ich ganz oft lange Ärmel. Aber manchmal sieht man dann recht unfertig aus. Sagen wir du trägst Jeans und dazu einen schwarzen Sweater, das ist so – fad. Wenn du jetzt eine Bluse drunter ziehst, ändert das die Sachlage schon wieder gravierend. Aber! Problem: die meisten Blusen sitzen schlecht. Sie sind (mehr oder weniger) stark tailliert, zu kurz, zu lang, zu enger Schnitt, zu weite Ärmel usw. Außerdem, da kannst du jetzt sagen was du willst, ist es so ziemlich das Allernervigste, wenn du dich runterbeugst oder hinsetzt und dann schlupft hinten der Blusenzipfel raus und bei der nächsten Bewegung ist der Bauch nackt.

Hilft nur mehr „fake it“. Hier kommt dann mein heißgeliebtes Mock Shirt zum Einsatz (über Unterleiberl oder T-Shirt) und es bewährt sich immer und immer wieder. Ich bin aktuell wieder dran neue Kragenformen und Stoffe zu vernähen. Du wirst sie in den nächsten Wochen auf meinem Dawanda Shop finden.

Mock Shirt

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