Nähen

Must-Haves für dein Nähkörbchen

„Nähen ist so schön“, „ein toller Ausgleich für den Alltag..!“ – solche Sätze höre ich sehr oft. Allerdings kann Schneidern auch haarsträubend, furchtbar und sagenhaft grauenvoll sein. Nämlich dann, wenn du mit schlechtem Material arbeitest oder kein gutes Equipment hast. Damit meine ich keine sündhaft teuren Maschinen (die brauchst du gar nicht wirklich), sondern die Grundausstattung, die in deinem Nähkoffer ist. Nicht Köfferchen, KOFFER! Denn jede Situation braucht sein Werkzeug – und zwar das Richtige.

Aber es gibt auch 5 wirkliche MUST HAVES, die bei keinem Nähbegeisterten oder DIY-Addict fehlen dürfen.

5 Dinge, die unbedingt in dein Nähkörbchen müssen

  1. Scheren!

    Genau genommen 4 verschiedene: Schneiderschere, Nähschere, Stickschere, Papierschere, denn alle haben einen anderen Zweck.
    Schneiderschere: schneidet den Stoff zu
    Nähschere: macht allerlei Kleinarbeiten, die mit Stoff oder Garn zu tun haben
    Stickschere: der ultimative Auftrenner oder für ganz feine Arbeiten
    Papierschere: diese und NUR DIESE schneidet Papier, wie z.B. Schnitte
    Wichtig! Keine davon wird jemals fallen gelassen. NIE. NIEMALS. NEVER.

  2. Nähseide

    Und zwar nicht irgendeine, sondern das beste Garn, das du finden kannst. Ich verwende Gütermann für die Nähmaschine und Mettler Stickgarn für die Stickmaschine. Sogar meine Overlock bekommt gute Nähseide. Warum? Weil günstige Varianten die Maschinen kaputt machen. Die Flusen, die bei billigen Garn abgehen verstecken sich in den feinen Windungen deiner Maschine. Es ist ein schleichender Prozess, führt aber direkt zum Nähmaschinen-Doktor. Glaub mir, been there, done that, paid A LOT.

  3. Nadeln, Nadeln, Nadeln

    Stecknadeln: Gut gesteckt ist halb genäht.
    Stoffklammern: sind die Stecknadeln 2.0. Ich selber stecke nach wie vor, allerdings kann man die Klammern kaum noch übersehen. Wer’s mag!
    Maschinennadeln: Jeder Stoff braucht seine Nadeln. Feine (70), mittlere (80) oder starke Stoffe (90), sind wieder anders als Jeans, Leder, Jersey, Leder etc.
    Nadel-Tools: Nadelkissen und vor allem DER MAGNET! Nach einem erfolgreichen Tag in meiner Werkstatt würde ich barfuß nicht mehr über den Boden laufen. Deswegen sammle ich alle Nadeln mit dem Magneten wieder ein und sortiere dann die verbogenen wieder aus. Spart Zeit und Schmerzen.

  4. Marker

    Schneiderkreide: der Bleistift der Schneider. Wir zeichnen nicht mit Stiften oder gar Kugelschreiber, denn eventuell möchtest du wieder etwas Löschen (wobei es bei der Kreide eher ausklopfen ist).
    Trickmarker: Der verschwindet entweder von allein oder beim Waschen des Stoffes. Wunderbar bei hellen Textilien, wo die Kreide schwer sichtbar ist. Aber Achtung! Du solltest ihn unbedingt vorher bei einem Probestück testen – es könnte sein, dass Rückstände bleiben.

  5. Messwerkzeuge

    Genauigkeit spart so viel Arbeit! Deswegen will gut gezeichnet und gemessen sein. Nichts frustiert mehr, wie ein Teil, dass nicht auf das andere passt.
    Maßband: Immer und überall zur Hand, am besten gleich umgehängt. Lieber mal zu viel nachmessen, als einmal zu wenig.
    Großes Geodreieck: Wann sollte man es nicht brauchen? Für Parallelen und schöne Ecken Pflicht. Ich verwende es statt einem Handmaß.
    Kurvenlineal: Du musst was ändern oder neu zeichnen? Dann wirst du um Rundungen nicht herum kommen. Ein Kurvenlineal hilft dir exakt zu auszuzeichnen.
    Saummaß: Wie es schon der Name sagt, wird es fürs Messen von Säumen genutzt. Die Aussparungen helfen die kurzen Strecken genau zu bestimmen.

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